Berlin

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Freitag, 30. Dezember 2016

my favourites 2016



Meine Musik 2016

Dass David Bowie gestorben ist, hat das Jahr auf der Stelle überschattet und hing wie ein schlechtes Omen über dem Januar (ich gehe jetzt gar nicht weiter darauf ein, dass sich dieses schlechte Omen ziemlich krass durchs ganze Jahr hindurch immer wieder bewahrheitet hat )- aber irgendwie auch inspirierend. Ein Genie bis zum Schluss. Wenn man so abtreten kann, hat man den Kreis rund gemacht. Ich musste oft an etwas denken, das ich einmal gelesen habe, vielleicht beim Dalai Lama: dass es eine große Verantwortung ist, als Mensch geboren zu werden. Denn in jedem von uns steckt der Samen zur Erleuchtung, aber eben auch der zur Bösartigkeit. David Bowie hat für mich, in dieser Hinsicht, mit seiner Musik, seinem Sterben, eine Richtung gewiesen, an der ich mich gerne orientiere.

Dies waren meine liebsten Songs 2016

Lazarus David Bowie
Black Star David Bowie

Das Jahr setzte sich fort als eines der herben Verluste: Prince starb am 21. April, am Geburtstag meiner Tochter Sign O the times
drei meiner besten Freunde in Wien
Wiederentdeckt habe ich Pearl Jam durch den Song:  Thumbing my way Die Band war vor Jahren schon einmal eine absolute Lieblingsband. Ich weiß noch, als ich in Amerika lebte und alleine einen Cross Country Trip von Virginia nach Nevada machte. In Albuquerque/New Mexico kaufte ich mir bei einem Stop in einem Musikladen ein gebrauchtes Tape des Albums Ten. Ich hörte es den ganzen restlichen Weg über und Songs wie Black, Jeremy oder Alive werden für mich für immer mit der Landschaft Amerikas verknüpft bleiben, dem Gefühl wilder Freiheit, der verzweifelten Suche nach einem Motel, der Angst, dass der Sprit möglicherweise doch nicht bis zur nächsten Tanke reicht und der Verwegenheit, mit der man anfängt, sich selbst seine Träume zu erzählen, während man stundenlang hinterm Steuer klebt.


Fünf Filme haben mich in diesem Jahr wirklich begeistert!

Happy Welcome
No Land's Song
Das Blaue vom Himmel
Die Geträumten
Bin im Wald, kann sein dass ich mich verspäte

Meine liebsten Bücher 2016

2016 war mal wieder, was Bücher betraf, ein unsäglich volles und reiches Jahr für mich. Ich habe die Mayröcker entdeckt und Teju Cole, Nell Zink und endlich Herrndorf und in den letzten Wochen dann auch noch Peter Handke. Ich habe wirklich außergewöhnlich viele großartige Lesestunden verbracht. Ich konnte die Bücher nicht auf fünf reduzieren, und ganz ehrlich: ich könnte locker noch weitere fünf tolle Bücher auflisten.
Mein Tipp für 2017? Lesen Lesen Lesen! Alles, was den Geist öffnet in dieser, vielleicht bilde ich es mir nur ein?,  immer engstirniger werdenden Welt, tut gut. #LesengegenFaschismus soll ein Motto für 2017 werden, und ganz oben auf der Liste jener Bücher und Autorinnen, auf die ich mich schon freue in diesem Zusammenhang, steht Hannah Arendt mit Über das Böse und Eichmann in Jerusalem. Aber hier erst einmal die tollen Bücher von 2016, von denen jedes einzelne mich absolut begeistert hat! Solange es Menschen gibt, die solche Bücher schreiben und lesen, ist da Hoffnung!

Navid Kermani Dein Name (meine Besprechung)
Sasa Stanisic Fallensteller (meine Besprechung)
Joachim Meyerhoff Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke (meine Besprechung)
Teju Cole Open City (meine Besprechung)
Nell Zink The Wallcreeper (meine Besprechung)
Wolfgang Herrndorf Arbeit & Struktur Ich habe mehrfach versucht, dieses Buch zu besprechen. Aber jeder Versuch lief immer wieder auf die eine Erkenntnis hinaus: Ich kann es nicht. Jedes meiner Worte ist profan angesichts dieses Buches. Ein mutiger Mensch begegnet dem Tod viel früher als erwartet und setzt sich damit auseinander. Er tut dies, ohne sich wegzuducken, ohne Gnade mit sich oder den anderen, unglaublich mutig schaut er seinem eigenen Sterben ins Auge, der Hoffnung und ihrem Abflauen, den Möglichkeiten, die ihm bleiben, und lässt uns daran teilhaben. Jede Seite ein Geschenk an Mut und Menschlichkeit. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.
Jonathan Safran Foer Here I am (meine Besprechung) Auf Deutsch ist es mittlerweile im Kölner Kiwi Verlag unter dem Titel Hier bin ich erschienen.
Friederike Mayröcker cahier (meine Besprechung)
Peter Handke Wunschloses Unglück (meine Besprechung)

Taos Pueblo
Meine Lieblingsorte 2016

New Deli Yoga, das tollste Café in meinem Kiez - herrliches Essen und kostenlose Yogasessions bei der krass netten Besitzerin Maria, die, das haben wir irgendwann festgestellt, aus dem gleichen kleinen Ort in NRW kommt, wie ich :-)
Wien, mausert sich langsam zu einer meiner Lieblingsstädte.
Herekeke, New Mexico, wo ich mit Lilly drei Wochen lang zum Schreiben war und jede Minute ein Genuss, eine Inspiration, ein Traum war!
Wiese neben dem Haus in Herekeke, New Mexico

Ausstellung in Wien

Wien

(c) Susanne Becker

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