Berlin

Berlin

Donnerstag, 27. November 2014

about a dream


to know that you are free
at last you are happy
finally climbing your mountains
walking your woods
smiling into a camera 
that I only dreamed but me
I do believe in a netherworld
the other side a different form
of being continuing who we were
on this side I know it was you
waving at me telling me
how much alright life really is
despite all the worries 
we drive us forward with
through life accumulated fear
shaping our paths and that
in the end all this does not matter
but the waving
the smiling 
happiness is a very simple fact
even for somebody like you

© Susanne Becker

Montag, 24. November 2014

Siri Hustvedt - Die zitternde Frau

Ich bin ein großer Fan von Siri Hustvedt. Sie ist für mich eine Lieblingsschriftstellerin und so war es keine Frage, dass ich auch die zitternde Frau lesen würde, ein Buch, das kein Roman ist, sondern eine Art Abhandlung über psychologische, neurologische, psychologiehistorische Themen.
Ausgelöst wurde dieses Buch durch einen Zitteranfall, den Siri Hustvedt bei einer öffentlichen Ansprache zu Ehren ihres verstorbenen Vaters hatte "Meine Arme zuckten. Meine Knie knickten ein. Ich zitterte so stark, als hätte ich einen Krampfanfall. Komischerweise war meine Stimme nicht betroffen." Sie machte sich daraufhin auf die Suche nach der Geschichte ihrer Nerven, "in die Welten der Neurologie, Psychiatrie und Psychoanalyse". Sie wollte heraus finden was mit ihr los war.
Hätte das Buch tatsächlich von ihr, Siri Hustvedt, gehandelt, hätte ich es vermutlich verschlungen.
Aber es handelte verständlicherweise mehr von allen möglichen psychiatrischen, psychologischen und neurologischen Theorien, Ideen und deren Vertretern. Sie wollte ihrem Zittern auf den Grund kommen, sicher auch mit der begründeten Hoffnung, es mit dem Verstehen besiegen zu können. Sie wollte diesem irrationalen Phänomen rational auf die Schliche kommen. Denn es kehrte wieder, verfestigte sich also durch die Wiederholung zu einem Symptom und somit zu etwas, das sich in ihrem Leben breit zu machen schien.
Eigentlich liest sich das Buch wie eine Arbeit für eine Universität, eine Art Forschungsprojekt. Ich hätte es in einer Bibliothek lesen und mir dazu beständig Notizen machen wollen. Es erinnerte mich oft daran, wie ich ein Buch nach dem anderen verschlang, um meine Magisterarbeit dann aus dem akkumulierten Material zusammenstellen zu können.
Siri Hustvedt hat geforscht, um heraus zu finden, was mit ihr los ist. Sie hat es nicht wirklich heraus gefunden, da die Theorien, die Herangehensweise an psychische Phänomene, bis heute geprägt sind von Wissenschaftlern, die in relativ fest gelegten Kategorien denken. Rational. Logisch. Da wird es schwierig, bestimmte Phänomene zu ergreifen, ohne sie in einem Zug zu diffamieren (wie geschehen bei der Hysterie, bei deren Erforschung auch gleich die Frauen mit diffamiert wurden, denn sie galten als diejenigen, die hysterisch sein konnten, bei Männern war das undenkbar, da erfand man für gleiche oder ähnliche Symptome andere Kategorien).
7767504Was hat mich an dem Buch gestört? Dass auch Siri Hustvedt sich hinter wissenschaftlichen Kategorien zu verstecken scheint. Wenn man sie auf der Bühne erlebt, und das habe ich, sogar bei der Lesung zu diesem Buch hier in Berlin, dann wirkt sie sehr beeindruckend. Eine Frau, die sich im Griff hat, die wunderschön und unglaublich klug ist. Beim Lesen der zitternden Frau, in der sie auch von ihrer lebenslangen Migräneerkrankung berichtet, wurde mir klar, welchen Preis es sie kostet, diese Frau zu sein.
Wann hätte ich dieses Buch lieben können? Wenn es wirklich von ihr gehandelt hätte. Also, das ist falsch ausgedrückt, denn natürlich handelt es wirklich von ihr. Sie ist die zitternde Frau, die sich auch ein wenig versteckt vor dem Leben, den Abgründen, den Gefühlen, indem sie wissenschaftliche Bücher ohne Ende wälzt, die Intellektuelle so perfekt gibt, dass ich sie darum beneide. Die sich in ihrer Herangehensweise an Fragen wie die im Buch behandelte durchaus jenen angleicht, die sie hart kritisiert in eben diesem Buch. Wissenschaftler, dem Rationalen und der Logik verschriebenen Forschern, die, und das gebe ich jetzt zu, ist vollkommen meine subjektive Wahrnehmung und Interpretation und mein subjektiver Grund, solche Bücher nicht lieben zu können, eine Theorie wie eine Wand zwischen sich und das Leben stellen.
Ich hätte mir mehr persönliches gewünscht in diesem Buch, das doch eigentlich sehr persönlich hätte sein sollen. Sie spricht auch immer wieder von sich, ihren Zitteranfällen, ihrer Migräne. Das sind die Abschnitte, die mich ergriffen haben und dazu brachten, das Buch auch wirklich zu beenden. Es hat mich betroffen, dass ein Mensch sein Leben lang eigentlich immer Kopfschmerzen haben kann. Es hat mich mit unglaublicher Hochachtung erfüllt, dass sie es dennoch schafft, diese großartigen Bücher zu schreiben, mit dem (schmerzenden) Kopf so heraus ragend zu arbeiten, die Disziplin, die dahinter steckt, das hat mich sehr berührt. Aber kaum dachte ich, sie in dem Buch zu spüren, verschwand sie wieder hinter einem Schwall theoretischer Sätze, seitenlang.
Ich mochte das Buch nicht sehr und dann auch wieder doch, weil ich sie mag und Siri Hustvedt immer noch sehr beeindruckend finde. Sie schimmert hindurch und ist spürbar in dem Buch. Also würde ich es empfehlen all denen, die sich für psychische Phänomene und Erkrankungen und deren Erforschung interessieren, all denen, die wie ich Siri Hustvedt lieben, all denen, die es nicht schwierig finden, Bücher zu verschlingen, in denen Sätze wie diese stehen, die man weiß Gott nicht eben mal so in der U-Bahn oder abends im Bett verstehen kann: "Rechtshemisphärische Schädigungen führen häufig zu den bereits erwähnten Syndromen: Leugnung der Krankheit, Anosognosie - oder was die Neurologen Anasodiaphorie nennen, das Eingeständnis der Krankheit, aber ohne sich Sorgen zu machen: Janets belle indifference, wie bei Todd Feinbergs Patientin Lizzy, die sich keinen Deut um ihre Blindheit zu kümmern schien, selbst nachdem sie sie eingestanden hatte - und Neglect."
Im Nachhinein kann ich nicht sagen, dass mir die Lektüre Erkenntnisse gebracht hätte, warum zum Beispiel Siri Hustvedt Zitteranfälle hat. Es gab viele Vermutungen, warum man Zitteranfälle haben kann, aber keiner drang bei ihr in letzter Konsequenz zum Kern vor. Die Erkenntnis ist, dass sie sich nun, da die Zitteranfälle nicht vollkommen erklärt werden können, aber auch  nicht verschwinden, als zitternde Frau akzeptiert, so wie sie sich bereits vor vielen Jahren als Migränekranke akzeptieren musste.
Wissenschaftlich erklären lässt sich das Phänomen nicht befriedigend. Das ist es vermutlich unter anderem auch, was sie zeigen wollte mit ihrem Buch. Dass sie in einer unglaublichen Fleißarbeit sich hindurch gearbeitet hat durch die Geschichte der Neurologie und Psychiatrie und Psychologie und dass doch, bei all den Worten und Forschungen, die diese Disziplinen hervor gebracht haben, ein Symptom wie das ihre nicht erklärt werden kann. Man kann nur damit leben und es annehmen.
In diesem Zusammenhang weist sie auf Wittgenstein hin. "Ich habe nie glauben können, dass irgendein System, egal wie verführerisch, in der Lage wäre, die Mehrdeutigkeiten zu umfassen, welche dem Menschsein in der Welt innewohnen." Und vielleicht scheint es mir nur so, aber Siri Hustvedt hat vielleicht lange in einem Universum gelebt, in dem davon ausgegangen wurde, dass die Dinge erklärbar sind, und es ist nicht zuletzt dieser Teil von ihr, den sie mit "Die zitternde Frau" ein für allemal überzeugen wollte, "dass vieles in der Wissenschaft - wie auch in der analytischen Philosophie - vom Standpunkt des anonymen Beobachters einer erstarrten Welt hergeleitet wird, die sich dann in lesbare Wahrheiten zerlegen lässt." Das dies aber nicht ausreicht, zu erklären, warum wir sind, wer wir sind.

© Susanne Becker

Mittwoch, 19. November 2014

Die traditionelle Weihnachtswunschliste

Ich wünsche mir immer nur Bücher. Oder Reisen - aber das ist hier irgendwie egal, weil ich erstens keine Reise zu Weihnachten bekommen werde und  (sollte allerdings doch jemand interessiert daran sein, mir eine Reise zu schenken, wären folgende Ziele oben auf meiner Liste: Formentera, Istanbul, Lissabon, Rom, Irland oder ein mindestens achtwöchiger Roadtrip durch Polen, Weissrussland, Russland, die Ukraine, Rumänien, Bulgarien, Mazedonien, Albanien, Serbien, Bosnien, Kroatien, Ungarn, die Slowakei und Tschechien) zweitens, geht es ja hier um Bücher, zumindest manchmal, und eigentlich fast nie ums Reisen, was, wenn ich jetzt so darüber nachdenke, schade ist. Vielleicht erweitere ich meinen Blog zukünftig noch und schreibe mehr übers Reisen, also meine Reisen.

Aber zunächst zurück zu den Büchern:
Mo Yan Frösche Ich habe das Buch des chinesischen Nobelpreisträgers auf einem Lesezeichen vom Hanser Verlag beworben gefunden und mich interessierte sofort das Thema. Unterschwellig hatte sich diese Geschichte, dass Frauen in China zu Abtreibung und Sterilisation gezwungen werden, um das Bevölkerungswachstum einzudämmen, bei mir schon sehr lange eingegraben, ohne dass ich allzu bewusst darüber nachgedacht hätte. Es war ein Wissen, und jedesmal, wenn ich daran dachte, schüttelte es mich eigentlich und ich verdrängte den Gedanken lieber, dass in ganzen Ländern aus politischen Gründen Frauen verstümmelt werden. Da fällt mir ein, dass ich letzte Woche im Radio gehört habe, dass in Indien mindestens neun Frauen gestorben sind und 82 im Krankenhaus liegen. Sie bekommen, auch das ein Regierungsprogramm zur Bevölkerungsbegrenzung, 15€ oder einen Kühlschrank von der Regierung, wenn sie sich sterilisieren lassen. Leider hatte der Arzt in einem Dorf am Fließband gearbeitet und seine Instrumente nicht ein einziges Mal zwischendurch sterilisiert.
Als ich das Lesezeichen betrachtete und über Mo Yans Buch darauf las, sprang es mich geradezu an und das lange unterdrückte Bewusstsein griff nach seiner Gelegenheit, mehr zu erfahren. Dieses Buch ist also ganz weit oben auf meiner Wunschliste.

Barbara Kingsolver The Poisonwood Bible Sie ist eine amerikanische Autorin, die mir schon von vielen Freunden und Freundinnen empfohlen worden ist. Ich bin mir noch gar nicht sicher, ob ich sie wirklich mögen werde, aber ich möchte es jetzt endlich einmal wissen.Dieses Buch handelt von einer Baptistenfamilie, die 1959 nach Belgisch Kongo auswandert und was sie dort in drei Generationen erlebt und wie sie transformiert wird.  Klingt im schlimmsten Fall nach sehr guter Unterhaltung. Ich habe durch die Empfehlungen allerdings den Eindruck bekommen, dass Kingsolver eine Autorin ist, die tiefer geht und nicht nur unterhalten möchte.

Olga Grjasnowa Die juristische Unschärfe einer Ehe Gehört zu den deutschen Büchern 2014, die mir aufgefallen sind. Mich interessieren Bücher gerade, die östlich von Berlin spielen, ob in Rumänien, Ungarn, Polen, der Ukraine, Russland, und wenn sie dann auch noch von Liebe handeln, bin ich nicht mehr zu halten. Reisetechnisch bin ich bislang nie östlicher gewesen als an der polnischen Ostseeküste bei Kolberg. Unser Garten ist im nord-östlichsten Zipfel Deutschlands und meine Traumreise wäre ein Roadtrip durch alle Staaten östlich und südlich dieses Gartens, so ein bisschen wie Darius Kopp es in dem Buch Das Ungeheuer gemacht hat, nur ohne Urne im Kofferraum. Ich bin sehr neugierig auf alles, was sich dort entdecken lässt und stille diese Neugierde gerade in literarischer Form. Der Russe ist einer, der Birken liebt von der gleichen Autorin kann im Grunde gleich auch auf die Liste. Das Gute ist, dass einem das Stillen der Neugierde in Deutschland gerade leicht gemacht wird, denn viele der veröffentlichten und populären Autorinnen und Autoren schreiben von dort. So auch:

Nino Haratischwili Das achte Leben, ein Buch, das eigentlich ganz oben stehen sollte auf meiner Liste. Denn es ist das eine und einzige Buch, das ich mir wünschen würde, wenn ich mir nur ein Buch wünschen dürfte. Sobald ich es in Händen halte, werde ich mich eine Woche aus dem Leben zurück ziehen und lesen (es hat über 1000 Seiten, ich glaube, das letzte Buch dieser Länge war Anna Karenina und ich habe drei Monate dafür gebraucht). Aber Das achte Leben soll sich so leicht lesen wie man eine Schokoladentorte verzehrt, und erzählt dem Leser eine Geschichte, die ein ganzes Jahrhundert umspannt, von Georgien nach Deutschland reicht und alles enthält, was in den Jahren und den Orten von Bedeutung war. Ich habe noch keinen vernünftigen Menschen getroffen, der dieses Buch nicht liebt. Selbst, wenn man in eine Buchhandlung geht, um dort nur einen Kaffee und ein belegtes Brot zu kaufen, wie ich letztens im Ocelot, ist man innerhalb weniger Sekunden in ein Gespräch über dieses Buch verwickelt und die Ocelotfrau bekam, ich schwöre, fiebrig glänzende Augen und beinahe wäre ich schwach geworden und hätte es gekauft. Aber ich lebe gerade wieder unter dem Verdikt des selbst auferlegten Bücherkaufstopps, um ein bisschen an den Büchern zu arbeiten, die ich habe, die ich nicht mehr kaufen muss. Ich musste meinen Körper also zwingen, den Laden ohne dieses Buch wieder zu verlassen, eine grandiose Meisterleistung in Sachen Selbstkontrolle, aber ich schwöre, ich werde diese Kontrolle auf der Stelle verlieren, wenn ich es nicht zu Weihnachten bekomme. Und dann renne ich am 27. Dezember in meinen Lieblingsbuchladen und hole es mir selbst.

Susan Sontag Reborn: Journals and Notebooks 1947-63 und As Consciousness is harnessed to flesh: Journals and Notebooks 1964-1980 Erstens, weil ich Susan Sontag liebe und zweitens, weil ich unglaublich gerne Tagebücher lese.Ich gehe davon aus, dass diese beiden Bücher ein Hort an Klugheit, Inspiration, Kreativität, Tiefgang und Schreibkunst sind. Deshalb kann ich es kaum erwarten, sie zu lesen.

Svetlana Aleksijewitsch Secondhand-Zeit Leben auf den Trümmern des Sozialismus und im Grunde fast jedes andere Buch von ihr. Hier spielt wieder meine Faszination herein mit allem, was östlich von Berlin liegt, aber auch ein bei mir immer schon vorhandenes Interesse an realistischen Berichten über Dinge, die nur schwer zu ertragen sind, die aber derart gekonnt in literarischer Form aufgearbeitet sind, dass man sie dennoch verschlingt und dabei unglaublich viel lernt. Ihre Bücher handeln von Tschernobyl (sie hat dort die Überlebenden interviewt), von Kriegen und ihren Auswirkungen. Hier der Link zu einigen anderen ihrer Bücher. Sie war eigentlich meine ganz große Favoritin für den Nobelpreis und ich bin immer noch nicht darüber hinweg, dass sie ihn nicht erhalten hat. Ich finde, aus vielen Gründen, literarische Qualität, Bedeutung für das menschliche Bewusstsein, nicht zuletzt aus politischen Gründen, hätte sie ihn bekommen sollen.

Jenny Offill Dept. of Speculation Ein Buch über die Spannungen zwischen einem kreativen Leben und einem Leben als Mutter und Ehefrau. Dieses Thema interessiert mich aus vielen Gründen, nicht zuletzt natürlich aus den persönlichen ;-), aus welchen sich mein Leben praktisch zusammen setzt.

Sheila Heti How should a person be? Dieses Buch ist mir bereits vor fast einem Jahr begegnet und ich wollte es sofort haben. Der Titel hat mich sehr angesprochen und auch alles, was ich darüber gelesen habe. Sheila Heti war dann sogar in Berlin und las in der Autorenbuchhandlung. Leider konnte ich nicht hingehen, worüber ich mich immer noch ein wenig ärgere. Ein Buch über Kunst, Kreativität und die Suche nach sich selbst, das von der Liste, trotz vieler Sortierereien, nicht herunter gepurzelt ist.

Ich lüge nicht, wenn ich sage, dass ich diese Liste endlos weiter führen könnte, und dass im Grunde täglich ein neues Buch dazu kommt. Ein großer Teil meiner literarischen Orientierungstätigkeit besteht darin, die Bücher so zu ordnen, zu sortieren, hin- und herzuschieben, dass ich immer wieder fundiert entscheiden kann, welche der unglaublich vielen alten und neuen Werke ich nun eigentlich wirklich lesen möchte. Wem diese Liste nicht genügt dem sei noch diese und aber auch durchaus diese empfohlen. Auf beiden befinden sich viele viele Bücher, die noch nicht gelesen habe und über die ich mich extrem freuen würde.
Was wünscht Ihr Euch zu Weihnachten?

© Susanne Becker

Sonntag, 16. November 2014

november II




















until life happens
which can be terrifying
mostly a matter of ignorance
closing in the walls on us
seems not an unnatural reaction
a pain at a time we disappear
behind what turns us into equals
walled in creatures more or less
we are all on the same path to protect
ourselves from pain and
disappointment and fear

until life happens
our hearts are not open
everybody wants to be happy
yet so very few know how
a feeling at a time
not to run anymore
from what is
not more
not less
it is out of ignorance
that we hurt ourselves or others
a tear at a time we reappear

© Susanne Becker



Donnerstag, 13. November 2014

50 tolle Bücher von Frauen (2)


Dies ist der erste Post zum Thema tolle Bücher von Frauen und ich werde ab jetzt regelmäßig eine solche Liste erstellen. Es gibt so unendlich viele tolle Bücher von Frauen, dass es mich beinahe süchtig macht, immer mehr auszugraben - auch und vor allem für mich selber. Wobei ich realistisch bleiben sollte. Bis ich all die Bücher auf dieser und der ersten Liste gelesen habe, bin ich vermutlich um die 102 Jahre alt. Sie enthalten genug, mein Leseleben für den Rest meiner Tage zu füllen (es sei denn, ich erhöhe mein Tempo). Aber vielleicht ist auch für Euch die ein oder andere Entdeckung dabei, das würde mich sehr freuen.

Angeregt dazu wurde ich ursprünglich durch diese Liste  die mir sehr gut gefiel, mir einige Anregungen gab, die aber eben keine deutschen Autorinnen enthält. Hier also meine Alternative für readwomen2014. Und mein Vorschlag, lest erstmal all diese Bücher und wenn das Jahr dann noch nicht zuende ist, ein paar von Männern, o.k.? O.k.!
Noch eine Anmerkung: Die Reihenfolge sagt nichts über die Stellung im Universum meiner Lieblingsbücher oder -schriftstellerinnen aus. Ich finde alle diese Bücher toll und würde mich komplett überfordert fühlen, sie in eine Wertigkeiten ausdrückende Reihenfolge zu bringen. Auch fehlen auf dieser Liste immer noch unglaublich viele Autorinnen, die ich ebenfalls toll finde. Aber mir ist klar, dass es schon eine Herausforderung ist, sich eine Liste mit 50 Titeln anzuschauen, 100, das wäre einfach zuviel.



1. Elif Shafak Ehre (mehr dazu auf diesem Blog)






2. Elif Shafak Die vierzig Geheimnisse der Liebe








Wölfe




3. Hilary Mantel Wölfe





Elizabeth  Strout - Bleib bei mir




4. Elizabeth Strout Bleib bei mir




111126









5. Alice Munro Hateship, Friendship, Courtship, Lovesip, Marriage (mehr dazu auf diesem Blog)



Das letzte Land




6. Svenja Leiber Das letzte Land (mehr dazu auf diesem Blog)






17465453



7. Elizabeth Gilbert The Signature of all Things (mehr dazu auf diesem Blog)





Malina



8. Ingeborg Bachmann Malina (Text zu Ingeborg Bachman von mir)





13537891






9. Zadie Smith NW
    9923549
    15834147
10 Elif Shafak Black Milk
Donna  Tartt - Der Distelfink
11. Jenny Erpenbeck Aller Tage Abend (mehr dazu auf diesem Blog)
    9361377








12. Donna Tartt Der Distelfink













13. Sheila Heti How should a person be?











Aller Liebe Anfang14. Judith Hermann Aller Liebe Anfang










2289642415. Nino Haratschwili Das achte Leben












16. Barbara Kingsolver The Poisonwood Bible
    7244










111151

17. Alice Munro The Love of a good Woman








14285



18. Alice Munro Lives of Girls and Women








14283










Die juristische Unschärfe einer Ehe

20. Olga Grjasnowa Die juristische Unschärfe einer Ehe










The Blazing World
21. Siri Hustvedt The Blazing World








Das Fremde Meer

22. Katharina Hartwell Das fremde Meer









18770398




23. Marisha Pressl Night Film







15701217







24. Claire Messud The Woman upstairs



23008863








25. Meg Wolitzer Die Interessanten




Das Haus des Windes








27. Louise Erdrich Das Haus des Windes


6464937











28. Alice Munro Too much Happiness
Liebesleben
13575948



29. Zeruya Shalev Liebesleben










30. Zeruya Shalev Mann und Frau






Diese Dinge geschehen nicht einfach so













Ronja Räubertochter

32. Astrid Lindgren Ronja Räubertochter








33. Katja Petrowskaja Vielleicht Esther
    Vielleicht Esther











Buchdeckel „Die zitternde Frau“
34. Siri Hustvedt Die zitternde Frau







60937






35. Alice Walker The Temple of my Familiar








60943







33917


37. Jhumpa Lahiri The Namesake



5439











38. Jhumpa Lahiri Interpreter of Maladies





Secondhand-Zeit






Der Krieg hat kein weibliches Gesicht






40. Svetlana Aleksijewitsch Der Krieg hat kein weibliches Gesicht





Zinkjungen








41. Svetlana Aleksijewitsch Zinkjungen


Tschernobyl




42. Svetlana Aleksijewitsch Tschernobyl eine Chronik der Zukunft

392005





43. Dacia Maraini The Silent Duchess




Sofi  Oksanen - Fegefeuer









44. Sofi Oksannen Fegefeuer



Die Frauen von Algier








45. Assia Djebar Die Frauen von Algier
Nirgendwo im Haus meines Vaters









46. Assia Djebar Nirgendwo im Haus meines Vaters


17402288











47. Jenny Offill Dept. of Speculation
38447









48. Margaret Atwood, The Handmaid's Tale




187144












50. Naomi Shihab Nye What have you lost?










Viele der Bücher oder Autorinnen hatte ich vor kurzem schon einmal in diesem Text erwähnt: Schriftstellerinnen, denen ich den Nobelpreis geben würde.
Bald ist Weihnachten, wünscht Euch doch das ein oder andere dieser Bücher oder verschenkt sie. Damit kann man nichts verkehrt machen.


© Susanne Becker