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Es werden Posts vom September, 2014 angezeigt.

Sasa Stanisic - kurzes, total subjektives, Protokoll einer Lesung mit ihm

Mittwochabend war ich auf einer Lesung mit Sasa Stanisic. Er las aus seinem großartigen Buch Vor dem Fest, das ich noch nicht gelesen habe. Dennoch weiß ich schon, dass ich es großartig finde (ich habe sowas im Gefühl bei manchen Büchern, da sehe ich das Cover, lese den Klappentext und weiß, dass ich sie lieben werde) Nach heute Abend fühle ich mich bestärkt im Glauben an meine Instinktsicherheit und will es um so unbedingter lesen. Das werde ich auch tun, sobald meine Freundin, die nach eigener Aussage dreiviertel durch ist, ganz damit durch ist. (Anmerkung für meine Freundin: jetzt lies bitte mal schneller!)

Sasa Stanisic ist ein souveräner Vorleser, der seinen Text offensichtlich selbst immer noch mag, der seine Charaktere liebt und jeden einzelnen mit einer unglaublichen Zartheit und Genauigkeit zu Wort und Tat kommen lässt. (Unter den Charakteren befindet sich auch eine Füchsin!)  Dabei ist er im genau richtigen Maße humorvoll und trocken, man schlägt sich nicht laut grölend auf…

Meine Lieblingsbuchhändlerinnen stellen ihre aktuellen Lieblingsbücher vor (12)

Die Kreuzberger Buchhändlerinnen Katja Weber und Jessica Ebert stellen in loser Folge hier Bücher vor, die Ihnen gerade gut gefallen oder einfach aufgefallen sind. Sie lesen ständig und wenn der seltene Fall eintritt, dass ich überhaupt nicht weiß, was ich als nächstes lesen oder aber einer Freundin schenken soll, habe ich bei den beiden noch immer Hilfe gefunden. 

Alle hier genannten Bücher könnt Ihr natürlich in ihrem wunderbaren Buchladen ebertundweber in Kreuzberg kaufen.  Hatte ich erwähnt, dass es mein Lieblingsbuchladen ist? 





liebe susanne-
ich habe tolle bücher gelesen!:

vanessa fogel, hertzmann´s coffee, weissbooks
eine wunderschöne liebesgeschichte von zwei uralten leutchen, die ihr leben als kaffeschmuggler im nachkriegsberlin begonnen haben und dann mit der großfamilie den sprung nach new york gewagt haben. beide sind um die neunzig und die geschäftsführung wird von einem kind zum andern kind übertragen, was zu unglaublichem tumult innerhalb der familie führt. entzückend, he…

Ingeborg Bachmann - Ein Tag wird kommen

Wahrlich für Anna Achmatova
Wenn es ein Wort nie verschlagen hat, und ich sage es euch, wer bloß sich zu helfen weiß und mit den Worten –
dem ist nicht zu helfen. Über den kurzen Weg nicht und nicht über den langen.
Einen einzigen Satz haltbar zu machen, auszuhalten in dem Bimbam von Worten.
Es schreibt diesen Satz keiner, der nicht unterschreibt.
Ich lese gerade eine Ingeborg Bachmann-Biografie „Die dunkle Seite der Freiheit“, ihren Briefwechsel mit Paul Celan, „Herzzeit“, Gedichte von ihr (Liebe, dunkler Erdteil;Die gestundete Zeit), Geschichten von ihr (Simultan, Das dreißigste Jahr) und Interviews (Wir müssen wahre Sätze finden), alles parallel und gleichzeitig. Vor fünfundzwanzig Jahren hatte ich sie, ohne jede Frage, zu meiner Mutter gewählt, meiner literarischen Mutter. Es gab für sie keine Konkurrentin. Dann hatte ich mich abgewandt, und wenn ich an sie dachte, überkam mich oft ein großer Widerwille. Das Wort „Todesarten“ war immer zuerst da. Dass das Leben weh tut und die anderen Mörder …

Warten auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2014

Es gibt Tage, da mag ich Facebook besonders gerne. Zum Beispiel an solchen, an denen ich mich nicht genug unter Kontrolle habe (also fast immer) und in irgendeinen Thread über Bücher, zum Beispiel die für den Deutschen Buchpreis eventuell nominierten, meine Kommentare einhacke (Ich hoffe, Svenja Leiber wird nominiert und Stanisic wird sowieso drauf sein!) und ich daraufhin nicht beschimpft oder, schlimmer: ignoriert werde, sondern eine Mail bekomme, in der nach meiner Postadresse gefragt wird, weil mein Tipp, wer auf der Longlist sein wird, Übereinstimmungen mit der echten Longlist (Stanisic) hat und man mir deshalb den Band mit den Leseproben zusenden möchte. Das hat mich gefreut! Aufrichtig! Denn nun kann ich viel reflektierter und fundierter entscheiden, als ich es in einem dahin geschnodderten Blogpost spontan getan hatte, was ich über die nominierten Bücher denke, welche ich tatsächlich lesen werde und wen ich persönlich gerne auf der Shortlist sähe. Ich konnte auch Meinungen re…

in the end - rewritten, september 2014

A poem is maybe never finished. For me, it is a constant process and if I'd wait for one to be finished, I'd never give one to the public. I love the idea of rewriting, and sharing different stages, with others and myself. So this is, what I've done with "in the end", after digesting everything, my writing group in Lisbon told me. It is still so far from finished. I can see that. But I like it much better. 

in the end - rewritten, september 2014
“In the end only three things matter: how much you loved, how gently you lived, and how gracefully you let go of things not meant for you.” Buddha

it comes down to a box of photos, your favourite rings, (i remember you wearing them when I was little) our old kitchen table, where you and dad, i imagine, had coffee, now and then, before we were born.                                                                                   (what i remember are the endless fights)
it comes down to going through all your drawers, cabinets, wardrobe…