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Es werden Posts vom Oktober, 2013 angezeigt.

Meine Lieblingsbuchhändlerinnen stellen ihre aktuellen Lieblingsbücher vor (6)

Die Buchhändlerinnen Katja Weber und Jessica Ebert stellen in loser Folge hier Bücher vor, die Ihnen gerade gut gefallen oder einfach aufgefallen sind. Sie lesen ständig und wenn der seltene Fall eintritt, dass ich überhaupt nicht weiß, was ich als nächstes lesen oder aber einer Freundin schenken soll, habe ich bei den beiden noch immer Hilfe gefunden. 
Alle hier genannten Bücher könnt Ihr natürlich in ihrem wunderbaren Buchladen ebertundweber in Kreuzberg kaufen.  Hatte ich erwähnt, dass es mein Lieblingsbuchladen ist? 


Liebe susanne-
habe folgende bücher gelesen:

open city/teju cole
ein roman, der fast wie ein reiseessay daherkommt. ein einsamer
icherzähler, der sehr viel durch städte streift (new york und
brüssel).er wird immer wieder mit seinen afrikanischen wurzeln
konfrontiert, pflegt eine intensive beziehung zu seinem alten professor,
hat zufällige liebesbegegnungen und ein verdrängtes geheimnis aus seiner
jugend. unaufgeregt und trotzdem extrem mitreissend.

lola bensky/lily brett,…

inside

“Inside the river there is an unfinishable story and you are somewhere in it” - Mary Oliver -

my prayers are poems poems are my prayers and I follow my feelings for they are truth like they were God’s voice inside me they tell me what to do only if I can get quiet enough to hear listening is an art






I don’t think I ever fell deeper still and deeper quietude in the center of a river into a bottomless grief


I don’t think I ever lost so much and  I still feel everything a bottomloss multitude sadness in so many shades like a river running through my soul this is the highest state the water around me sheds stillness darkness into my longing but something is cracking unfinishable and I know you to be there
© Susanne Becker

open your heart

can there be I wonder while it is raining outside not again after you disappeared rewind: can be another poem as true as every other word I said before too many spoken written into your hollow universe you weren’t able to find them a million words always saying the same: open your heart basically
can there be I wonder while clouds swallow the sun outside not again after you disappeared rewind: can there be pain as an answer a challenge as true as love I felt before too many every inch of me felt into your hollow universe you weren’t able to find me a million sentiments always saying the same: open your heart basically

while I ponder thoughts like this I mean, deep thoughts, I am diving here, in the middle of forgetting, maybe I forgot my oxygen, maybe I am even drowning, but with an open heart, I will be the heroine famous
drowning with an open heart, I will also be frying eggs for the girls, doing the laundry, going to work,
cooking dinner, writing a poem,             no wait a minute: can there be another poem? washing the dishes, r…

Meine Lieblingsbuchhändlerinnen stellen ihre aktuellen Lieblingsbücher vor (5)

Die Buchhändlerinnen Katja Weber und Jessica Ebert stellen ab jetzt in loser Folge hier Bücher vor, die Ihnen gerade gut gefallen oder einfach aufgefallen sind. Sie lesen ständig und wenn der seltene Fall eintritt, dass ich überhaupt nicht weiß, was ich als nächstes lesen oder aber einer Freundin schenken soll, habe ich bei den beiden noch immer Hilfe gefunden. 
Alle hier genannten Bücher könnt Ihr natürlich in ihrem wunderbaren Buchladen ebertundweber in Kreuzberg kaufen.  Hatte ich erwähnt, dass es mein Lieblingsbuchladen ist? 

Liebe Susanne,

habe den neuen T.C. Boyle, San Miguel (hier die deutsche Ausgabe) in einigen wenigen Tagen VERSCHLUNGEN!
So ein schönes, altmodisches, genial geschriebenes Buch habe ich lange
nicht gelesen...
Ich bin gespannt wie du es findest! MUSST du lesen.

Du liest die ersten Seiten und weißt sofort, das ist absolute Sahne.

Alles was ich mag, Setting: einsame Insel, Thema: Aussteiger ,
Zeit : mehrere Generationen, Atmosphäre: spannend, Liebe: immer da, immer…

Terézia Mora, Der einzige Mann auf dem Kontinent

Ich nehme es schonmal gleich vorweg, damit niemand glaubt, er würde hier einen Verriss zu lesen bekommen: "Der einzige Mann auf dem Kontinent" ist ein großartiges Buch.
Protagonist Darius Kopp arbeitet, ja, was arbeitet der Mann eigentlich? Er hat ein eigenes Büro in so einem Bürohaus irgendwo in Berlin, nahe Potsdamer Platz, wo alle Büros von Menschen gemietet werden, die wie Darius Kopp einziger Vertreter irgendeiner internationalen Firma in Berlin sind. Firmen mit Namen wie Opaco, Fidelis oder Medconsult Inc., die ihren Hauptsitz in Kalifornien oder Utah oder Nevada oder Australien haben und für all ihre Geschäfte in Süd-Ost-Mittel-Zentral-Nord-oder was auch immer Europa nur einen einzigen Mann benötigen. So ein einziger Mann ist Darius Kopp. Einzig und vereinzelt und verloren wirkt er von Anfang an. Selbst, wenn er mit seiner Frau Flora ("1999 lernte er Flora kennen. - Neben all dem anderen ist das hier nicht zuletzt eine Liebesgeschichte...Seit drei Jahren versuche…

Meine Buchwunschliste - ähem, weil doch Weihnachten näher rückt....

Folgende Bücher haben sich im Laufe des letzten Jahres in meinem Tagebuch, letzte Seite, Liste der Bücher, die ich mir wünsche, angesammelt und bis heute tapfer gehalten. Ich hoffe, ich bekomme ein paar davon, auch wenn ich streng genommen kein neues Buch benötige (ich kenne einige fanatische Technikfreaks, also, Menschen, die immer das neueste Handy und so haben müssen und die behaupten, ich benötige eigentlich eher ein neues Handy als schon wieder Bücher, damit ich, wenn ich angerufen werde, aufhöre, in den Hörer zu schreien "Was, wer ist da??? Ich versteh nix! Ruf mich gleich, wenn ich wieder zuhause bin, mal aufm Festnetz an!") Das Telefon ist an sich, also abgesehen vom kaputten Lautsprecher, aber super. Ich habe es mal als Werbegeschenk bekommen, vor vier oder fünf Jahren, weil ich meinen Mann als Spiegelabonennten geworben habe. Es sieht passenderweise auch aus wie ein kleiner Handspiegel, finde ich (habt Ihr verstanden ne : Spiegel / Spiegel), zum Auseinanderschiebe…

5 Gründe, warum ich mich freue, dass Alice Munro den Literaturnobelpreis 2013 gewinnt

Ich habe Alice Munro sehr spät, erst im letzten November,  durch eine Literaturbeilage der New York Times über die 100 bemerkenswerten Bücher 2012 entdeckt, ein Artikel, in dem mir unter den 100 genannten Titeln ihr Dear Life, also ihr aktuellstes Buch, sofort auffiel. Ich bekam es zu Weihnachten, las es auf der Stelle und war begeistert. Und das, obwohl ich eigentlich kein Kurzgeschichtenfan bin. Alice Munros Kurzgeschichten aber sind so prall gefüllt mit Geschichten, Menschen, Weisheiten, Schönheiten, dass man gesättigt aus jeder Lektüre aufsteigt, als hätte man mindestens einen Roman gelesen, nur ohne die vielen überflüssigen Worte.
Als ich heute morgen darüber nachdachte, wer wohl den Nobelpreis erhält und ihren Namen auf einer der Favoritenlisten sah, dachte ich kurz: ja, warum eigentlich nicht. Aber dann dachte ich: "Nein, das machen sie nicht. Sie werden ihn wieder jemandem geben, den niemand kennt und dessen Name kein Mensch aussprechen kann. Ist ja auch egal. Dann lernt …

Things my father told me

My father told me, he would never leave me, I was eleven than and my uncle had just committed suicide, hung himself on the cherry tree in front of his house. My father told me, after he hung my uncle off of that tree, that I needn’t be afraid, he would never do the same. I had already lost him back then and I knew it.
My father never was a talker. The things he told me are not many. My father was a doer, so he taught me things.
Things my father taught me:
how to change the flat tire on my car,
how to play chess, how to build an iron staircase, how to build a brick wall and in it a little door for the cats, so they could freely walk in and out the pig stable, how to walk in the woods, how to ride my bicycle, he taught me to be daring and climb the mountains on paths, the mountain people warned us not to take, because they were much too dangerous for greenhorns like us. My father climbed mountains, other tourists never climbed, because they listened to the mountain people, who shook their heads about us daring gr…

2 books I recently read and wanted to bring to your attention

Dainin Katagiri Roshi " You have to say something"
I thought this was a great book and it brought me back to meditate every day and see, that the day to day practice of ordinary things is important and the core of all spiritual practice. Dainin Katagiri is clear and uncomplicated - my favourite quote: "The changes that occur through spiritual practice are not really your business, if you make them your business, you will try to change your life directly. If you try to change your life directly, no matter how long you work at it, you will not satisfy yourself. So if you truly want to change your life, you should just form the routine of doing small things day by day. Then your life will be changed beyond your expectations . If you practice continuously, day after day, you will become a peaceful, gentle and harmonious person. There is no explanation for this." 
I always meant to read one of his books since I first heard about him via Natalie Goldberg, one of my writing…

I am in hiding

I was sixteen I was Simone de Beauvoir Deny your calling and you will be lost The walls of my tiny room were covered with brown flowers, a very narrow pattern, the walls closing me into their skinny arms, a tight embrace, barely breathable, a very good place to hide though, a very good place to take a notebook and a pen and to start my first story: I am Simone de Beauvoir I live in Paris in a wild and open relationship with Jean Paul Sartre.
I am in hiding, lost in the space I created by will power around me, in my own world, on my own terrain, behind a veil of stories, mostly funny, some sad, all designed to attract whatever: luck, love, money. (Actually: I never would have minded the money) (Actually: I can be a little obsessed with money and the not having of it.)
I am in hiding and can not find myself, lost behind this veil of too many words, too many faces - a veil? no, no, sorry: a brickwall! Can you heal me? Answer: If you don’t heal yourself, you will not be healed. If you loose yourself, nobody can find you.


© Susann…